multi pull
Verein zur Förderung einer gemeinschaftlichen Kunstpraxis

Wien / Vienna

ZVR: 1912339977


Pirol #16

schubst mich!


Zine-Präsentation und Ausstellung


In den Monaten November 2024 bis Februar 2025 fanden als Grundlage für die redaktionelle Arbeit an Pirol #16 Gespräche mit neun Künstler:innen unter dem Arbeitstitel „Werkbesprechen Werkgebrechen“ statt. Die Künstler:innen gaben Einblick in ihre Ateliers und aktuellen künstlerischen Schwerpunkte und philosophierten gemeinsam mit ihren Kolleg:innen über grundlegende Fragestellungen zu ihrem künstlerischen Selbstverständnis. Die Gespräche wurden akustisch aufgezeichnet und die Audio-Dateien bilden den Ausgangspunkt für die in dieser Ausgabe vorliegenden Texte. Welche Passagen und auf welche Weise die einstündigen Aufnahmen transkribiert wurden, blieb den Künstler:innen selbst überlassen. Teilweise wurde auf Transkriptions-Software zurückgegriffen, teilweise während des Nach-Hörens mitgeschrieben.

Die ausgewählten Fragmente illustrieren eindrücklich die unterschiedlichen Zugänge der Künstler:innen zu ihrer eigenen Arbeit. Und wie kompliziert es manchmal sein kann, Antworten auf scheinbar einfache Fragen zu finden, gerade wenn es um den künstlerischen Kontext geht und die künstlerische Produktion nicht losgelöst von den materiellen Möglichkeiten gedacht werden kann. Wird diesen Fragestellungen im Arbeitsalltag aus dem Weg gegangen, werden sie in der Konfrontation mit Kolleg:innen oft umso dringlicher reflektiert. „schubst mich!“ – Wie es der Titel der Ausgabe anklingen lässt, geben die Gespräche eine Gelegenheit, aus dem Versteck hinter der individuellen, künstlerischen Identität hervorzukommen, sich selbst ungewohnte Fragen zu stellen und die eigene künstlerische Arbeit in anderen Kontexten zu sehen. Das erneute Anhören der jeweiligen Gespräche machte es darüber hinaus möglich, noch einmal genauer über das Besprochene zu reflektieren. Mit der Veröffentlichung ausgewählter Abschnitte dieser Gespräche und der damit verbundenen Ausstellung im Amerlinghaus Ende September/Anfang Oktober 2025 eröffnen die Künstler:innen weitere Etappen der gemeinsamen Reflexion ihrer Kunst.
Mit Beiträgen von
Franz Braun, Clara Koch, Frédérique Neuts Leroy, Martin Ritzinger, Christiana Saenger, Jasmin Schaschl, Ursi Spät, Tamara Strobl und Daria Tchapanova
gesponsert durch

KQWM

Haus am Gehen


ein experimenteller Kurzdokumentarfilm von und über die Künstler:innen des KunstQuartier Wien Meidling
Der Kurzdokumentarfilm Haus am Gehen porträtiert in einer freien Erzählung einzelne Künstler:innen und ihren Arbeitsalltag im Kunst Quartier Wien Meidling. Das Atelierhaus, das seit 2010 Raum für Künstler:innen verschiedener Disziplinen schafft, muss immer wieder um sein Weiterbestehen bangen und wird früher oder später Eigentumswohnungen weichen. Der Film thematisiert diese Situation, die Soundkulisse im Film untermalt diese Spannungen eigenwillig, dramatisch und verspielt. Die Perspektiven der Künstler:innen begegnen der gegenwärtigen Spannung mit ihren ganz eigenen Vorstellungen.

Haus am Gehen schafft in seiner collagenartigen Erzählung ein persönliches und zugleich gesellschaftskritisches Portrait eines Hauses. Der Film baut eine Brücke zu anderen kreativen Freiräumen in Wien, die ständig kommen und doch leider wieder gehen müssen.
Eine Produktion von multi pull - Verein zur Förderung einer gemeinschaftlichen Kunstpraxis

Regie: Daria Tchapanova

in Zusammenarbeit mit Künstler:innen des KQWM


kqwm.org/hausamgehen
gefördert durch


multi pull - Verein zur Förderung einer gemeinschaftlichen Kunstpraxis
ZVR: 1912339977
IBAN: AT30 2011 1846 3484 7800, BIC: GIBAATWWXXX
multipullcontact@gmail.com
youtube: @multi_pull
©2024